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Hund alleine zu Hause lassen?

Laufen, Toben, Schmusen, am liebsten würdet ihr rund um die Uhr Zeit mit eurer lieben Fellnase verbringen. Aber ihr wisst ja selbst, wie das ist: Die Arbeit ruft, die Einkäufe müssen erledigt werden und der Hundesitter ist auch nicht immer zur Stelle. Euer Liebling sollte also lernen, für gewisse Zeiträume auch mal alleine zu bleiben.

Doch wie gewöhnt ihr ihn behutsam und stressfrei daran?

Hund allein zu Haus? So gehts! Hunde sind Rudeltiere und kennen das Alleinsein nicht von Natur aus. Gerade ein Welpe, der bei euch einzieht, kommt meist direkt aus seiner Hundefamilie. Gebt dem tapsigen Fellbündel also ein bis zwei Wochen Zeit zur Eingewöhnung, bevor ihr loslegt. Auch bei erwachsenen Hunden kann es vorkommen, dass sie das Alleinbleiben neu erlernen müssen. Zum Beispiel wenn sich die Arbeitssituation ihres Frauchens oder Herrchens ändert.

Aber auch das schafft ihr bestimmt – und zwar so:

Schritt 1: Den Hund ein paar Sekunden allein lassen

Lasst euren Hund zunächst nur ein paar Sekunden allein. Und zwar ohne ihn zu beachten. Ihr tut einfach so, als ob es das Normalste der Welt ist, kurz aus der Zimmertür zu gehen und wieder hereinzukommen. Am besten funktioniert das, wenn der Kleine vorher draußen war, sein Geschäft gemacht hat und gemütlich an seinem Lieblingsplatz döst. Kleiner Tipp: Gerade bei einem Welpen ist es sinnvoll, zunächst von Zimmer zu Zimmer

zu laufen, bis er keinen Spaß mehr hat, euch hinter her zu tapsen. Eine gute Vorbereitung für die Übung.

Schritt 2: Zeitspanne langsam vergrößern

Jetzt dehnt ihr den Zeitraum nach und nach aus. Waren es am ersten Tag nur 30 Sekunden, sind es am zweiten vielleicht schon 60. Idealerweise könnt ihr ihn nach einer Woche bereits eine Viertelstunde im jeweiligen Zimmer alleine lassen. Sollte euer Liebling winseln oder bellen, betretet den Raum nach Möglichkeit erst, wenn er kurz ruhig ist. Sonst wird er in Zukunft immer versuchen, euch lautstark zurückzuholen. Ach ja: Bestraft ihn nicht, wenn er Radau macht! Gerade für junge Hunde sind Jaulen

und Bellen in solch einer Situation ein ganz natürlicher Reflex.

Schritt 3: 20 Minuten und länger außer Haus bleiben

Im nächsten Schritt lasst ihr euren Hund für etwa 20 Minuten allein und verlasst nicht nur das Zimmer, sondern auch das Haus oder die Wohnung. Wichtig ist, dass er sich währenddessen in einem Zimmer befindet, in dem er sich wohlfühlt und in dem keine gefährlichen Gegenstände herumliegen. Ablenkung? Hm, gute Idee! Gebt eurem Hund Trixie Snack-Snake. Wenn ihr es schafft, die Phasen immer weiter auszudehnen, könnt ihr ihn bald auch längere Zeit allein lassen.

Aber bitte nie mehr als 5 Stunden! Im Notfall sollte immer eine Person in Reichweite sein. Grundsätzlich gilt: Habt viel Geduld und erzwingt nichts! Jeder Hund hat seine eigene Persönlichkeit – und seinen eigenen Kopf. Mittlerweile gibt es übrigens Kameras, mit denen ihr euren Hund auch von unterwegs im Auge behalten könnt. Ein Blick aufs Smartphone genügt und ihr wisst, was die kleine Flauschkugel

zu Hause gerade treibt. Euer Liebling hat bereits gelernt, einige Zeit allein zu bleiben?

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